| Projekt: | Ordination Dr. P., Stockerau Barrierefreiheit laut OIB und NÖBO |
| Ort: | 2000 Stockerau, Theresia-Pampichler-Straße 1 |
| Auftraggeber: | privat |
| Kategorie: | Ordination, Revitalisierung |
| Status: |
Planungszeit: 2025 – 2026 Feststellungsbescheid: 2026 Bauzeit: Mai 2026 – Juli 2026 |
Das Objekt Theresia-Pampichler-Straße 1 befindet sich im Zentrum von Stockerau an der Einmündung der Theresia-Pampichler-Straße in die Landstraße. Im Bebauungsplan ist die Widmung Bauland Wohngebiet, 40%, geschlossen, Bauklasse II 5 Meter bis 8 Meter, Schutzzone 2 erhaltenswerte Objekte und Schutzzone 4 stadtbildsensible Bereiche eingetragen. Das Gebäude wurde nach Plänen von Baumeister Holdhaus – verfasst im Jänner 1897 – im Stil des Historismus errichtet. Es wird als erhaltenswert eingestuft, steht aber nicht unter Denkmalschutz. Im Hochparterre – ab Entwurf Erdgeschoss genannt – befanden sich ursprünglich Speisezimmer, Salon, Fremdenzimmer, Schlafzimmer, Zimmer, Küche, Dienstbotenzimmer, Speis, Hofzimmer, Veranda und eine Toilette. Im Souterrain – ab Entwurf Gartengeschoss genannt – befanden sich ursprünglich die Hausmeisterwohnung bestehend aus Küche, Zimmer, Kabinett, sowie Keller, Waschküche, Bad und Lagerflächen für Wein, Gemüse, Holz und Kohle. Seit den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wird das Gebäude als Facharztordination genutzt.
Im April 2025 erfolgte die Vermessung durch den Geometer. Es stellte sich heraus, dass die Außenwand der Fassade Landstraße anders als in den Plänen Baumeister Holdaus vom Jänner 1897 dargestellt und in der Gemeinde aufliegend circa 5 Grad Richtung Nord verdreht ist. Die Außenwände der Hoffassade sind circa 1,2 Meter bis circa 1,5 Meter nördlicher situiert und folgen den vom Geometer ermittelten Grundstücksgrenzen. Alle Pläne ab dem Arbeitsschritt Entwurf wurden entsprechend Aufmaß Geometer überarbeitet.
Als erster Schritt wurde das gegenständliche Objekt auf Barrierefreiheit laut OIB und NÖBO untersucht. Es wurden der Bestand und die Nutzung des Gebäudes analysiert. Die Maßnahmen zur Erreichung der Barrierefreiheit wurden in drei Varianten untersucht und dargestellt. Die drei Varianten untersuchten Lösungen mit Lift/Hubpodest, Rampen oder Treppenlift.
In weiterer Folge wurde die Variante Lift/Hubpodest weiter vertieft. Nach eingehenden Analysen gelangten dann die Sanierung des baufälligen Glasdaches der Veranda samt Verstärkung der Tragkonstruktion im Erdgeschoss und der Einbau eines Treppenliftes zur Ausführung.